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 Heiße Tipps für heiße Tage

 

Wenn Sie bei hochsommerlichen Temperaturen laufen, sollten Sie bestimmte Regeln beachten, sonst läuft Ihr "Motor" heiß und Sie bleiben stehen. Dazu einige physiologische Hintergründe, die Ihnen zeigen, was mit Ihrem Körper bei warmen Temperaturen passiert.

Flüssigkeitsverlust

Im Vergleich zu Normalbedingungen finden sich unter Hitzebedingungen ein stärkerer Anstieg der Körperkerntemperatur, eine schnellerer Verlust an Körperflüssigkeit (Dehydration), ein höherer Energieverbrauch und eine Verschlechterung der Laufökonomie. Teilweise dadurch bedingt, steigen Herzfrequenz, Laktat und Stresshormone deutlicher an, und auch bei Parametern des Immunsystems lässt sich eine ausgeprägtere Reaktion erkennen. Dies führt nicht nur zu einer geringeren Leistung bei warmen Temperaturen, sondern erfordert in der Regel auch eine längere anschließende Erholung.

Laufen bei Hitze

Tipps zum Laufen bei Hitze

1. Tageszeit
Bis zirka zehn Uhr bleiben auch an den wärmsten Tagen die Temperaturen erträglich, vor allem, wenn Sie in schattigem Gelände laufen.

2. Trinken
Sie sind dann ausreichend mit Flüssigkeit versorgt, wenn Ihr Urin hellgelb bis farblos ist.

3. Outfit
Tragen Sie lockere Kleidung, die Luft an die Haut lässt. Helle Farben reflektieren Sonnenstrahlen besser als dunkle.

4. Kopfschutz
Tragen Sie eine leichte Mütze, wenn Sie länger als 30 Minuten in der Sonne laufen. Ein großer Teil der Körperwärme wird über den Kopf abgegeben. Deswegen benötigt der Kopf zwecks Kühlung Luft. Tragen Sie keine Mütze, wenn Sie hauptsächlich im Schatten laufen.

5. Duschen
Duschen Sie vor dem Laufen kalt und beginnen Sie sehr langsam, am besten mit 5 Minuten Gehen.

6. Warnsignale beachten
Symptome wie Kopfschmerzen, Heiß-Kalt-Schauer, Magenschmerzen, Krämpfe sollten Sie veranlassen, sofort jede sportliche Aktivität einzustellen.

Eine Faustregel - Farbe des Urins

Bereits ein Flüssigkeitsverlust, der zwei Prozent des Körpergewichtes überschreitet, verringert die Ausdauerleistung. Eine zu starke Dehydration im Training stellt dann auch den gewünschten Trainingserfolg in Frage. Sie sind dann ausreichend mit Flüssigkeit versorgt, wenn Sie sich erleichtern müssen und Ihr Urin hellgelb bis farblos ist. Diese Faustregel ist besser als jede andere Trinkregel, die sich auf die Menge und Art der Flüssigkeit bezieht, da der Flüssigkeitsbedarf indivduell unterschiedlich ist und z.B. bei Männern in der Regel größer ist als bei Frauen.

Blut als Kühlflüssigkeit

Beim Laufen produziert der Körper etwa zehnmal mehr Wärme als im Ruhezustand. An kühlen Tagen wird diese Extrawärme über den Schweiß abgegeben. Bei Wärme funktioniert dieser Kühlungsprozess bei weitem nicht so gut, vor allem nicht bei zusätzlich hoher Luftfeuchtigkeit. Beim Laufen in warmem Klima wird das Verhältnis zwischen Beinmuskulatur und Haut zunehmend problematisch. Die Muskeln fordern vom Herzen Blut an, um sich mit dem notwendigen Sauerstoff zu versorgen, während die Haut ebenfalls Blut zur Kühlung benötigt. Das Blut transportiert die von den Muskeln produzierte Wärme an die Hautoberfläche; damit wird verhindert, dass Sie überhitzen, vergleichbar einem Automotor, der an einem Gebirgspass überhitzt.

Erhöhter Puls

Das Herz muss unter diesen vielfältigen Anforderungen mehr arbeiten als bei kühlen Temperaturen. Folge: Die Herzfrequenz steigt. Es gibt noch einen weiteren Grund, warum sich Ihr Herz mit der Sommerhitze nicht so schnell anfreundet: Durch starkes Schwitzen sinkt das Blutvolumen. Das Blut wird dicker; das Herz hat weniger Blut zur Verfügung und muss folglich Mehrarbeit leisten. Glücklicherweise passt sich der Organismus mit der Zeit den warmen Temperaturen an, beispielsweise dadurch, dass weniger Flüssigkeit als sonst über den Urin abgegeben wird. Oder dadurch, dass das Blutvolumen von Tag zu Tag ansteigt und zudem effektiver geschwitzt wird. Letzteres sorgt dafür, dass die Haut kühler bleibt und weniger Blut benötigt wird.

Anpassung ist trainierbar

Die Anpassung an hohe Außentemperaturen ist ein relativ schneller Prozess. Man geht davon aus, dass im Mittel nach zirka zehn Tagen Aufenthalt in der Wärme ungefähr 90 Prozent der maximal möglichen Steigerung der Hitzetoleranz erreicht sind, wovon ein Großteil bereits in den ersten Tagen erfolgt. Im Rahmen dieser Hitzeanpassung adaptieren sich verschiedene Systeme des Organismus. Die Schweißproduktion beginnt früher, sie ist deutlicher, und der Schweiß wird ärmer an Elektrolyten, was dessen Verdunstung auf der Haut begünstigt. Auch im Herz-Kreislauf- und Hormonsystem führt Hitze zu Anpassungsvorgängen, die letztendlich die Grundlage für einen geringeren Anstieg von Körpertemperatur und Herzfrequenz sowie natürlich auch für eine bessere Laufleistung bietet. Allerdings gibt es Ausdauersportler, die selbst nach Anpassung noch deutlichere Probleme mit Belastungen unter Hitzebedingungen haben.

Kleine laufen leichter

Kleine und leichte Läufer scheinen nach bisherigen Erkenntnissen besser für Belastungen in der Hitze geeignet zu sein. Einem hitzeanfälligen Läufer ist zu empfehlen, zur Anpassung ruhige Dauerläufe durchaus in der Wärme zu absolvieren, intensivere oder sehr lange Läufe jedoch eher zu Tageszeiten mit moderaten Temperaturen einzuplanen. Begleitend wären regelmäßige Saunagänge bereits in den Wintermonaten zum Training der Temperaturregulation lohnenswert. Allerdings ist durchaus damit zu rechnen, dass hitzeanfällige Personen selbst bei optimaler Anpassung nicht das Niveau an Hitzetoleranz anderer Athleten erreichen werden.

 

 Laufen trotz der Kältewelle 

 

Wenn die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt sinken, lassen viele ihre Laufschuhe im Schrank stehen. Schließlich kann so eine Kälte ja nicht gesund sein, denken viele. Dabei ist der Winter die ideale Jahreszeit, um sich eine gute Basis zu schaffen. Auch Profis nutzen diese Zeit, um die langsamen, lockeren Läufe zu absolvieren und somit die Ausdauer aufrecht zu erhalten. Entscheidend sind die richtige Kleidung sowie gründliches Aufwärmen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie bei Kälte Spaß am Laufen finden.

Die meisten ziehen sich zu warm an

Bei Kälte ziehen sich viele Freizeitläufer lieber ein bisschen wärmer an - häufig kleiden Sie jedoch zu dick. Das kann im Extremfall zu einem Kreislauf belastenden Hitzestau führen. Statt allzu dicker Kleidung ist das Zwiebelschalenprinzip sinnvoll: mehrere atmungsaktive Schichten übereinander, die den Schweiß vom Körper wegtransportieren. Besser als Baumwollkleidung beispielsweise ist spezielle Funktionskleidung für Läufer. Unverzichtbar sind Handschuhe sowie ein Stirnband oder eine dünne Mütze.

Vor dem Start gründlich aufwärmen

Bevor Sie mit dem Training loslegen, sollten Sie sich gründlich aufwärmen. Da die Muskeln zu Beginn noch kalt sind, ist die Verletzungsgefahr im Winter größer als im Sommer. Beginnen Sie daher mit einem lockeren Gymnastikprogramm oder mit einem zehnminütigem Lauf in gemächlichem Tempo. Erst dann sollten Sie zu Ihrem normalen Trainingstempo übergehen. Wichtig ist allerdings, dass Sie sich nicht völlig verausgaben. Bei Minustemperaturen empfiehlt sich ein lockeres Grundlagenausdauertraining.

Tagsüber laufen

Wer erst abends nach getaner Arbeit zum Lauftraining kommt, kann der Dunkelheit gewöhnlich nicht entgehen und nur am Wochenende bei Tageslicht laufen. Da geht die Lust schnell verloren. Haben Sie schon einmal daran gedacht, während der Mittagspause zu laufen? Sind Duschmöglichkeiten am Arbeitsplatz vorhanden, sollte es ein Leichtes sein, die Mittagspause für ein lockeres Lauftraining zu nutzen. Dabei verzichten Sie auf das Mittagessen und nehmen sich stattdessen einen Snack mit ins Büro. Sicherlich ist dies nicht für jeden praktikabel, deshalb absolvieren Sie Ihre wichtigsten oder zeitaufwändigsten Trainingsläufe immer am Wochenende, wo Sie sich die Tageszeit zum Lauftraining aussuchen können.

Laufen mit Beleuchtung

Lässt sich das Training in der Dunkelheit nicht vermeiden, denken Sie daran: Ihre Sicherheit steht an erster Stelle. Wer keine beleuchteten Naturwege zum Laufen kennt, muss notgedrungen manchmal auf die Straße ausweichen. Da gilt das Motto „Sehen und gesehen werden“. Und darauf sollten Sie bei Dunkelheit auf der Straße achten: Tragen Sie möglichst helle Bekleidung oder zumindest solche mit reflektierenden Streifen oder eingearbeiteter fluoreszierender Beschichtung. Auch diverse Laufschuhmodelle sind mit Reflektoren ausgerüstet. Nutzen Sie gegebenenfalls (bei Regen oder Nebel) eine handliche, kleine Taschenlampe als Sehhilfe und Warnleuchte, und laufen Sie im Straßenverkehr immer auf der linken Seite.

Winterziele setzen

Wer vorhat, im kommenden Jahr Deutscher Meister zu werden, kennt kein schlechtes Wetter. Er geht jeden Tag zweimal zum Training, egal ob es friert und schneit. In abgeschwächter Form gilt dies auch für Hobbyläufer. Setzen Sie sich auch im Winter ein Ziel, für das es sich lohnt, fit zu bleiben. Für den einen sind es die zusätzlichen Kalorien der Weihnachtsplätzchen und Firmenfeiern, die er bekämpfen möchte. Für den nächsten ist es ein Silvesterlauf, bei dem er nicht mehrere Minuten hinter seiner Bestzeit herlaufen will. Für die meisten geht es vor allem darum, eine körperliche Grundfitness zu erhalten, mit der es sich problemlos in den nächsten Frühling starten lässt.

 

Verletzungen der Achillessehne

Verletzungen der Achillessehne
Gerade Laufen ist ein ideales Training für Herz und Kreislauf. Doch falsche Lauftechnik und auch falsches Schuhwerk können zu einer Überlastung nicht nur der Muskeln und Gelenke, sondern auch der Sehnen, vor allem der Achillessehne führen.

Eine Überlastung der Achillessehne kann zu einer Entzündung (Achillodynie) führen. Betroffen davon sind dann entweder das Sehnenstück am Fersenansatz, die Sehne an sich oder das umgebende Gleitgewebe. Die Folgen: hartnäckige und in schweren Fällen chronische Schmerzen. Bei einer starken Entzündung kann die Sehne auch so geschädigt werden, dass sie reißt.

Wie stellt man eine Entzündung fest?
Meist spürt man ein unangenehmes Ziehen im Sehnenbereich. Hinzu kommt eine starke Druckempfindlichkeit der betroffenen Region. Die Sehne schwillt an, häufig ist die Verdickung auch tastbar. Zusätzlich kann das umgebende Gewebe gerötet sein und sich warm anfühlen. Am heftigsten sind die Schmerzen in der Regel morgens, direkt nach dem Aufstehen. Meist fallen die ersten Schritte besonders schwer und eine Belastung ist kaum möglich. Nachgewiesen wird die Entzündung der Achillessehne meist mit einer Ultraschalluntersuchung.

Sehne schonen.Die entzündete Sehne muss unbedingt geschont werden. Denn bei plötzlichen, heftigen Bewegungen kann sie reißen. Zur Schmerzlinderung sollte die betroffene Stelle mit Eis gekühlt werden.
Zunächst wird konservativ mit entzündungshemmenden Salben oder Medikamenten behandelt. Zur Ruhigstellung empfiehlt sich bisweilen auch ein Klebeverband, der die Beweglichkeit der Ferse etwas einschränkt. Eine gezielte Dehnung der Wadenmuskulatur hat ebenfalls positiven Einfluss auf die Heilung.

Nach dem Abklingen der akuten Beschwerden werden auch physiotherapeutische Spezialmassagen oder Ultraschallbehandlungen angewandt. Stellt sich keine Besserung ein, können eventuell Injektionen erforderlich werden. Letztere sollten allerdings nur im äußersten Notfall erfolgen, da vor allem Kortisonpräparate die Sehne zusätzlich schwächen und damit einen Riss provozieren können.

In gute Laufschuhe investieren
Zur Vorbeugung sollte man in erster Linie auf passendes Schuhwerk achten. Zu stark gedämpfte Laufschuhe belasten die Achillessehne übermäßig. Die Auswahl des Schuhs ist vor allem vom Lauftyp abhängig. Am besten kauft man Schuhe am späten Nachmittag, wenn die Füße schon leicht geschwollen sind, und lässt sich im Fachgeschäft beraten.

Man sollte die alten Schuhe zum Kauf mitbringen. Anhand des abgelaufenen Profils erkennt der Fachmann, ob man beim Laufen eher über die Innen- oder Außenseite des Fußes abrollt. Viele Geschäfte bieten einen Test der Schuhe auf Laufbändern an. Dies macht allerdings nur Sinn, wenn man auch sonst beispielsweise im Fitness-Center auf Laufbändern läuft. Im freien Gelände ist das Laufverhalten meist ganz anders.Man sollte ruhig öfter in neue Schuhe investieren. Viele, der verwendeten Materialien werden mit der Zeit immer härter und verlieren ihre positiven Eigenschaften.

 

 Ernährung 

Die richtige Basisernährung
Oft antworten Spitzensportler - nach Gründen für ihren Leistungsschub gefragt: "Ich habe meine Ernährung umgestellt!" Aber was ist dran an der Ernährung, welchen Einfluss hat sie auf unsere Leistungsfähigkeit und wie hat eine vernünftige Ernährung auszusehen?
Ein Baustein der sportlichen Leistung
Der Einfluss der Ernährung ist nicht in Prozentpunkten auszudrücken, da zu viele Einflüsse bei einer Leistungsentwicklung eine Rolle spielen. Sicher aber ist, dass eine gesunde Ernährung zunächst einmal zu unserem Wohlbefinden beiträgt und so die Voraussetzung für die Leistungsbereitschaft unseres Körpers schafft. Viele trainingsfleißige Athleten haben sich sogar durch katastrophale Ernährung oft um den sportlichen Erfolg gebracht; sich sozusagen selbst mit Messer und Gabel bekämpft. Unser Körper kann, genauso wie ein Auto, mit dem falschen Sprit im Tank nicht optimal arbeiten.
Grundvoraussetzung für eine positive Leistungsentwicklung ist eine ausgewogene Basisernährung. Sie bildet die Grundlage und hat so den größten Einfluss auf die Leistungsbereitschaft des Sportlers. Werden dem Organismus nicht genügend Baustoffe, wie z.B Eiweiße zum Muskelaufbau und zur Regeneration von Sehnen und Bändern, oder Wirkstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe, zur Verfügung gestellt, können Trainingsreize nicht optimal umgesetzt werden. Stellen Sie sich alle lebens- und leistungsnotwendigen Nahrungsmittel-Inhaltstoffe als "Lego-Bausteine" vor, so wird Ihnen schnell deutlich, dass das Fehlen einzelner "Lego-Bausteine" den Stoffwechsel des Athleten behindert.

Die wichtigsten Energielieferanten
Kohlenhydrate (KH) sind die wichtigsten Energielieferanten für den Sportler, da sie im Vergleich zu Fetten leichter von der Muskulatur verwertet werden können. Pro Liter eingeatmeten Sauerstoff (die Sauerstoffaufnahme ist beim Laufen der limitierende Faktor) kann unser Körper aus Kohlenhydraten mehr Energie gewinnen als aus Fetten. Außerdem können wir aus Kohlenhydraten auch im anaeroben Leistungsbereich (ohne Sauerstoff) Energie bereitstellen. Ich bezeichne die Kohlenhydrate daher gerne als Superbenzin für den "Motor" des Leistungssportlers.

Die Dauer der Belastung ist entscheidend
Je nach Art der Belastung, setzt der Organismus seine ihm zur Verfügung stehenden Energiereserven ein. Für kurze Sprints werden unter rein anaeroben Bedingungen Adenosintriphosphat (ATP) und Kreatinphosphat (KP) als Energieträger verbraucht. Diese energiereichen Phosphate werden nach der Belastung durch den Kohlenhydratstoffwechsel regeneriert. Mit zunehmender Dauer der Belastung werden zunächst hauptsächlich Kohlenhydrate als Energiespender eingesetzt. Im Langzeit-Ausdauerbereich dominiert immer mehr der Fettstoffwechsel. Er findet allerdings unter aeroben Bedingungen statt, d. h., der Sportler muss über die Atmung ausreichend Sauerstoff aufnehmen und deswegen sein Lauftempo drosseln. Ziel des Athleten ist es, möglichst lange die Kohlenhydrate als Energieträger heranziehen zu können. Dafür muss ihm eine ausreichende Kohlenhydrat-Reserve, das Glycogen, zur Verfügung stehen. Dieser sogenannte Glycogen-Speicher ist durch Training und Ernährung beeinflussbar.

Essen Sie natürlich!
Der Basis-Speiseplan des Sportlers sollte so aussehen, dass der größte Anteil seiner Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs ist. Wer regelmäßig Reis, Kartoffeln, Teigwaren (Nudeln) und Cerealien (Getreideprodukte in unterschiedlicher Verarbeitungsart wie z. B. Brot, Müsli) isst, schafft ideale Voraussetzungen für gut gefüllte Glycogendepots. Die oben genannten Lebensmittel enthalten zudem wertvolle Mineralstoffe und Vitamine und tragen somit zur Versorgung mit lebens- und leistungsnotwendigen Wirkstoffen bei.

Vorsicht vor versteckten Fetten!
Beim Fettverzehr sollten Sie sich zurückhalten! Wählen Sie immer fettarme Lebensmittel (magere Fleisch- und Wurstsorten, fettarme Milchprodukte und Käsesorten), dabei Streichfett (Butter) sparsam verwenden und durch den Einsatz von spezialbeschichteten Pfannen den Einsatz von Kochfett drosseln. Aber aufgespaßt, wahre Fettbomben entstehen aus ursprünglich mageren Lebensmitteln (Kartoffeln, Hühnerfleisch, magerem Schweineschnitzel), indem sie paniert und frittiert werden.

Wie viel Eiweiß braucht der Sportler?
Viele Athleten glauben, dass sie durch zusätzliche Einnahme von Eiweiß- bzw. Aminosäure-Präparaten die Leistungsentwicklung positiv beeinflussen können. Fakt ist, dass wir durch eine ausgewogene Basisernährung den Eiweißbedarf gut abdecken. Unser Körper benötigt 22 Aminosäuren (Einzelbausteine der Eiweiße) zum Aufbau von Körperzellen (z.B. Muskelzellen, Erythrozyten [rote Blutkörperchen], Sehnen und Bändern) und Körpersubstanzen (z.B. Enzyme, Hormone). Mit der Auswahl der Lebensmittel müssen wir gewährleisten, dass alle Aminosäuren-Bausteine zur Verfügung stehen. Hier gilt das besondere Augenmerk den essentiellen Aminosäuren, die der Organismus, im Gegensatz zu den nicht-essentiellen Aminosäuren, nicht selbst herstellen kann. Durch regelmäßigen Verzehr von Milch und mageren Milchprodukten, Kartoffeln, Getreide, Fisch, Ei und mageren Fleischsorten lässt sich der Eiweißbedarf qualitativ und quantitativ gut abdecken. Generell sollten Sie pflanzliche Eiweißlieferanten bevorzugen, da tierische Eiweißquellen immer von unerwünschten Stoffen wie Cholesterin, Purinen und Fetten begleitet sind.
Vitamine und Mineralstoffe

Vitamine kommen zwar nur in Spuren in unserem Körper vor, sind aber unabkömmlich für unseren Stoffwechsel. Man kann sie, wie auch die Mineralstoffe, als Zündkerzen unseres Körpers bezeichnen. Bei vielen Athleten treten häufig Mängel an den Vitaminen der B-Gruppe (B1, B6, B12), Niacin, Folsäure und Vitamin C auf. Bei den Mineralstoffen ist oftmals die Versorgung mit Kalium, Magnesium, Calcium und den Spurenelementen Eisen und Zink knapp. Dieser Mangel ist durch den Mehrbedarf des Sportlers zu erklären, der aber in der Regel durch eine ausgewogene, abwechslungsreiche Mischkost gedeckt werden kann. Prinzipiell den Bedarf durch Pillen abzudecken erscheint nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht sinnvoll, da in den Pflanzenzellen der natürlichen Nahrungsprodukte neben den Vitaminen und Mineralstoffen noch weitere Wirkstoffe enthalten sind, die sogenannten sekundären Pflanzeninhaltsstoffe. Hierbei handelt es sich um Stoffe, die zum derzeitigen Zeitpunkt chemisch noch nicht vollständig aufgeschlüsselt sind, von denen aber bekannt ist, dass sie für einen reibungslosen Stoffwechsel unentbehrlich sind.

Fazit
Grundsätzlich führt der Weg zum sportlichen Erfolg nur über eine durchdachte Basisernährung! Möchte ein Athlet es genau wissen, wie es um seine Nähr- und Wirkstoffversorgung steht, kann er seine Ernährung auf den Prüfstein legen. Dazu sollte er mindestens eine Woche lang ein Ernährungstagebuch führen, in das er alles, was er isst, mit genauer Bezeichnung des Lebensmittels, Menge, Art der Zubereitung usw. notiert. Häufig fällt dem Athleten schon beim Studieren des Protokolls auf, wo die Defizite liegen. Will er es dann ganz genau wissen, kann er sich einer Ernährungsanalyse unterziehen.

 

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Stand: 03. Dezember 2010